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Die Geschichte des Tarot - Teil 2

Einen wichtigen Hinweis in diese Richtung liefert das Manuskript eines Franziskanermönchs aus der italienischen Region Umbrien, das man etwa um das Jahr 1500 ansiedelt und das sich massiv gegen ein Glücksspiel namens "Trümpfe" richtet, zumal in diesem auch "der Kaiser, der Papst, der Teufel, Engel und sogar Gott selbst" erschienen. Mit Gott meinte er vermutlich "Das Gericht", eine Karte, die im Visconti-Sforza-Tarot einen gekrönten Mann zeigt, der flankiert von zwei Engeln auf den Auferstandenen herunterblickt. Die von jenem Mönch angegeben Darstellungen und Reihenfolgen der Karten stimmen fast völlig mit der Reihenfolge der Wagen der Triumphzüge überein.

Nach wie vor unbeantwortet ist die Frage nach der richtigen Reihenfolge der Großen Arkana und die Symbolik der einzelnen Karten. Im ausgehenden Mittelalter waren zwar bereits alle 22 Großen Arkana vorhanden, doch waren die Bezeichnungen und die Reihenfolgen nicht immer mit den heutigen identisch. Man nimmt an, dass damals die richtige Reihenfolge selbstverständlich war und diese daher nicht extra durch Nummerierung der Karten angegeben werden musste. Die Symbole der Kleinen Arkana und Hofkarten waren auch nicht immer Stäbe, Kelche, Schwerter und Scheiben: Im 16. Jahrhundert gab es Löwen, Pfaue, Papageien und Affen als Satzsymbole der Kleinen Arkana, und auch heute gibt es wieder Tarots, die nicht die traditionellen Symbole zeigen.

Eine Art Standard entstand erstmals im "Marseiller Tarot", der Mitte des 18. Jahrhunderts von Nicolas Conver gemalt wurde, erstmals die bis heute übliche Reihenfolge der Karten aufweist und nicht mit der ursprünglichen Reihenfolge der italienischen Triumphzüge identisch ist. Vermutlich war es der prominente Freimaurer Antoine Court, auch unter dem Namen Court de Gébelin bekannt, der im Jahre 1781 in einem Pariser Salon zu der Überzeugung kam, es müsse sich hierbei um mehr als nur um ein Kartenspiel handeln. Seine geheimen Lehren aufgeschlossene Loge sah in den Karten die Botschaften, die einst verschlüsselt worden und dann zu einem Kartenspiel verkommen waren. Er gilt als Gründervater des esoterischen oder okkulten Tarot.

Nachdem schon seit der Antike Losorakel, Runenstäbe und Würfelentscheidungen zur Wahrsagung dienten, kam der Mainzer Buchdrucker Johann Schöffer Anfang des 16. Jahrhunderts auf die Idee, seine Leidenschaft für Kartenspiele mit der Begeisterung für Orakel zu verbinden. Statt Würfeln nahm er ein Kartenspiel und ordnete jeder Karte einen Orakelspruch aus einem Losbuch zu. Dies ist der erste historisch belegte Fall des Einsatzes von Karten zur Wahrsagung.

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